Eine große Runde durch die Lobau
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Dass es einen Nationalpark Donau-Auen überhaupt gibt, geht nicht zuletzt auf die „Besetzung“ der Hainburger Au durch Umweltaktivisten im Dezember 1984 zurück. Ich bin stolz darauf, damals selbst mit dabei...
Dass es einen Nationalpark Donau-Auen überhaupt gibt, geht nicht zuletzt auf die „Besetzung“ der Hainburger Au durch Umweltaktivisten im Dezember 1984 zurück. Ich bin stolz darauf, damals selbst mit dabei gewesen zu sein. Unvergessen ist der entschlossen-verschwörerische Blick einer alten Dame, die dem Spendensammler am Schwedenplatz wortlos und verstohlen einen 1000-Schilling-Schein zugesteckt hat: Diese „Oma aus Wien“ hätte ihr Geld nicht besser investieren können!
Welches Juwel im Nationalpark bewahrt wurde, davon haben sich mittlerweile zahllose Au-Besucher selbst überzeugt. Wien hat mit der Lobau jenen Teil der Donau-Auen auf seinem eigenen Stadtgebiet, der am leichtesten zugänglich ist und für unterschiedlichste Freizeitaktivitäten genutzt werden kann.
Wandern und Laufen ist in der Lobau ganzjährig möglich und gerade auch der Wechsel der Jahreszeiten verleiht dem Nationalpark einen zusätzlichen Reiz.
Die hier beschriebene Runde soll vor allem als Beispiel für die Vielfalt der Lobau dienen. Beliebige Abwandlungen sind möglich.
Einen kleinen Wermutstropfen kann bei Ostwind in der Lobau allerdings der Lärm des nahegelegenen Flughafens Schwechat darstellen.
Wegbeschreibung:
Gleich hinter der Lobaubrücke zweigt links ein relativ neuer Fußweg ab, der sich über eine offene Wiese schlängelt und den Hauptweg knapp vor dem Napoleonstein wieder erreicht.
Bei der Weggabelung nach dem Napoleonstein wendet man sich nach links, wandert am Galeriewald des Großenzersdorfer Armes entlang bis zur Esslinger Furt (einem alternativen Startpunkt für diese Runde) und folgt ihm in einem großen Rechtsbogen zunächst am Feldrand entlang, später durch lichten Wald. An insgesamt drei Wegkreuzungen geht man jeweils geradeaus weiter, bei der vierten, einer T-Kreuzung, wendet man sich nach links in Richtung Ufergasthaus, das als weiterer Ausgangspunkt für diese Runde in Frage kommt.
Beim Parkplatz vor dem Ufergasthaus wendet man sich nach rechts und folgt einem breiten Fahrweg, der genau in südlicher Richtung zum Eberschüttwasser und von dort zu einer schönen Kastanien-Allee führt. Bei der nächsten Weggabelung geht man geradeaus, bei der nachfolgenden biegt man scharf nach links ab (Hinweisschild nach Hainburg), um nicht das Mittelwasser zu überqueren. Der folgende Wegabschnitt verläuft etwas unruhig durch lichten Wald und findet bei einer Kreuzung seine Fortsetzung geradeaus etwas nach links versetzt. Nach einem kurzen, geraden Abschnitt und einem weiteren Bogen im Wald lässt man ein Wirtschaftsgebäude rechter Hand liegen und hält sich dann bei der Weggabelung am Ende einer Wiese rechts. In einem Linksbogen geht es anschließend zunächst durch Wald und dann durch ein offenes Trocken-Biotop. Eine scharfe Rechtskurve führt schließlich zum großen Kühwörtherwasser, das eine reiche Fisch- und Vogelwelt beherbergt und von einer kleinen Aussichtsplattform aus gut überblickt werden kann.
Vom Kühwörtherwasser aus geht man nach rechts weiter und bei der nächsten Weggabelung am Gänshaufen hält man sich links. Nach kurzer Wegstrecke erreicht man den Hubertusdamm, den man schräg auf einer Rampe überquert. Hinter dem Damm macht der Weg eine scharfe Kurve nach rechts und durchquert eine offene Wiesenfläche, bevor er das Ufer der Donau mit dem Treppelweg erreicht.
Am sandigen Treppelweg geht es nun flussaufwärts am Rettungshaus und mehreren alten Fischerhütten vorbei. Bei Weggabelungen hält man sich jeweils geradeaus und zweigt so lange nicht nach rechts ab, bis der Treppelweg selbst wieder in den Hubertusdamm einmündet, kurz bevor der Damm einen leichten Knick nach rechts macht.
Man folgt dem Damm auf seiner Krone oder am Radweg darunter bis zu einer nachfolgenden Linkskurve, hinter der nach wenigen Metern ein Pfad rechts abzweigt und am Ost-Ufer des Donau-Oder-Kanals entlangführt, an dem sich mehrere sehr schöne Badeplätze befinden: Nach dem Schwimmen im glasklaren Wasser kann man dort kleine Sonnenbarsche an den Zehenspitzen knabbern lassen…
Am oberen Ende des Kanals biegt man nach links, überquert eine Liegewiese mit Bänken und nimmt auf der anderen Seite einen Weg auf, der geradeaus nach Westen weiterführt. Nach einem Linksbogen im lichten Wald werden offene Wiesen erreicht. Bei der ersten T-Kreuzung danach hält man sich rechts, bei der darauffolgenden T-Kreuzung neben einem großen Wirtschaftsgebäude geht man nach links. Bald erreicht man wieder den Napoleonstein und am Hauptweg geht es bei der nächsten großen Weggabelung schließlich nach rechts zurück zur Lobaubrücke.
Ufergasthaus
Sí
Leichte Wanderausrüstung.
In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.
Im Sommer sollte man nicht auf Handtuch und Badehose vergessen – es sie denn, man bevorzugt „textilfrei“…
Diese Tour weist keine besonderen Sicherheitsrisiken auf.
Auf der B3 in Richtung Essling/Groß-Enzersdorf bis Aspern und über die Lobaugasse und die Brockhausengasse zum Parkplatz bei der Lobaubrücke (solange die Saltenstraße für den Verkehr gesperrt ist).
Buslinie 26A bis Station Saltenstraße und weiter zu Fuß bis zur Lobaubrücke in ca. 15 Minuten; alternativ dazu mit dem Bus 88B bis zur Esslinger Furt
Parkplatz bei der Lobaubrücke.
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