Brennkogel - Überschreitung
Die idyllische Gipfelregion des Brennkogels ist auch bei sub-optimalen Wetterbedingungen oft ein lohnendes Tourenziel, wenn die benachbarten Bergrücken um den Hochrettelstein und den Hochschung, die beide...
Die idyllische Gipfelregion des Brennkogels ist auch bei sub-optimalen Wetterbedingungen oft ein lohnendes Tourenziel, wenn die benachbarten Bergrücken um den Hochrettelstein und den Hochschung, die beide etwas höher sind, bereits in Wolken stecken, der Brennkogel aber noch frei ist.
Einsamkeit ist aber selbst bei bestem Wetter garantiert, denn man bewegt sich am Brennkogel größtenteils auf Steigen und Pfaden, die unmarkiert und heute kaum noch begangen sind. Dementsprechend ist gutes Orientierungsvermögen hilfreich, ebenso ein GPS-Gerät samt Track. Da viele alten Jagdsteige v.a. in niederen Lagen von niemandem mehr gepflegt oder erhalten werden, ist leider auch nicht absehbar, wie lange sie überhaupt noch benutzbar sein werden…
Wegbeschreibung:
Vom Parkplatz in der Gulling aus geht man am Fahrweg taleinwärts bis zum Flick’schen Ferien-Anwesen. Dort folgt man der gelben Hinweistafel „Tourengeherbrücke“ und überquert den Bach. Bei den Wegweisern dahinter wendet man sich nach rechts („Schiroute Seekoppe/Brennkogel“) und folgt einer Forststraße taleinwärts in die „Weiße Gulling“. Bei der Hinweistafel „Seekoppe“ geht man geradeaus am Forstweg weiter und bleibt bei zwei Abzweigungen danach ebenfalls jeweils am Hauptweg, der am Bach entlangführt und diesen schließlich überquert. Dahinter passiert man ein Gatter und eine Wildfütterung. Danach steigt die Forststraße an und man passiert eine Jagdhütte sowie die Hinweistafel „Schiroute Hochrettelstein“. Taleinwärts geht man an weiteren Hütten vorbei, bis der Weg schließlich wieder den Bach überquert und auf der anderen Seite kurz bergauf führt, bis auf einer Kuppe ein steiler Ziehweg nach links abzweigt, dem man in Richtung Waldrand folgt. Dieser Weg macht bald eine Kehre nach links und führt noch ca. 50 m weit bergauf, bevor er wieder nach links knickt und flach wird. Genau dort zweigt ein alter Jagdstein in spitzem Winkel nach rechts ab und führt durch dichten Farnbestand taleinwärts in Richtung Wald. Zunächst recht klar ausgeprägt, wird dieser Pfad nach einem kurzen Steilstück im Wald undeutlich. Hier geht man in gerader Linie und weiterhin leicht ansteigend taleinwärts weiter und lässt sich nicht von Tierspuren nach rechts unten ablenken. Bald wird der Jagdsteig wieder deutlich erkennbar und überquert einen Wasserlauf auf Trittsteinen, ebenso einige feuchte Passagen danach. Man erreicht einen Schlag, durch den der Pfad deutlich erkennbar hindurchführt und dahinter leicht ansteigend eine moosige Waldwiese quert. Bald danach mündet er in einen Ziehweg, der steil bergauf taleinwärts weiterführt. Nach einer Kehre geht es zunächst steil bergauf talauswärts weiter, später wird der Ziehweg flacher und erreicht offenes Heidelbeer-Gelände. Wo er sich gabelt, nimmt man den rechten, weiterhin leicht ansteigenden Ast. Bei einem Hochsitz geht der Weg in einen grasbewachsenen Steig über, der bald nach rechts knickt und in einem Bogen um ein Tauernwasser herum auf den Brennkogelsattel hinaufführt.
Vom Brennkogelsattel aus folgt man deutlichen Pfadspuren nach Osten, geht am Bergrücken entlang und erreicht so den Gipfel des Brennkogels.
Vom Gipfel des Brennkogels geht man am Aufstiegsrücken zurück bis zur ersten Einsattelung und biegt dort weglos nach links ab, um in ein Wiesenkar hinunterzusteigen, wo man über eine Geländeschwelle hinweg einen deutlich ausgeprägten Pfad erreicht und diesem nach links folgt. Der Steig führt flach bergab in ein weiteres Wiesenkar und biegt dort scharf nach rechts, um in einem weiten Bogen den Waldrand zu erreichen. Dort schwenkt er nach rechts und trifft kurz darunter auf eine alte, grasig verwachsene Fahrspur, der man nach links bis zur Brennkogelhütte folgt.
Unterhalb der Brennkogelhütte, direkt vom Brunntrog aus führt ein weiterer Steig schräg nach links bergab und geht bald in Kehren über, die im dichten Heidelbeer-Gestrüpp nicht immer ganz leicht auszumachen sind. Bei einem Windbruch verlieren sich die Pfadspuren. Hier steigt man parallel zum Waldrand in der Falllinie ab, bis das Gelände flacher wird und man wieder auf den Pfad trifft, der nach rechts durch einige hohe Bäume hindurch auf eine fast ebene Wiese führt und sich neuerlich verliert. Man wendet sich nach links und geht in der Falllinie bergab, um nach einem querführenden Pfad Ausschau zu halten, dem man nach links aufnehmen muss. GPS und Track sind hier sehr hilfreich. Der grasbewachsene Jagdsteig führt links in den Wald und dort in einer langen, schönen Querung talauswärts. Dieser Steig ist noch sehr gut erhalten, er wird aber heute (von Menschen) kaum mehr begangen (Stichwort: Gummi-Jagd), dementsprechend ist die Beseitigung von Fallholz durch den geneigten Besucher entscheidend dafür, ihn auch in Zukunft begehbar zu halten. Schließlich mündet der Steig in eine Forststraße ein. Hier wendet man sich nach rechts und biegt nach einigen Metern links auf einen grasbewachsene Ziehweg ab, der wieder talauswärts führt. An seinem Ende kann man etwas nach unten versetzt und durch dichten Jungwald hindurch den alten Jagdsteig wieder aufnehmen. Teilweise schon stark verwachsen geht es auf diesem Pfad talauswärts weiter bis zu einem breiten, alten Schlag. Bei einem Lawinenstrich ist der Steig ein kurzes Stück weit verschwunden, 50 m weiter ist er jedoch wieder deutlich zu erkennen, sodass man ihn erneut aufnehmen kann und ihm in den Wald hinein folgen. Nach einer sumpfigen Passage erreicht man einen Hochsitz am Rande einer Wiese mit einem Zufahrtsweg von rechts. Hier geht man an das linke untere Ende der Wiese weiter, überquert dort nach links in krautig verwachsenem Gelände einen kleinen Bach und steuert auf der anderen Seite eine Wildfütterung an. Von dieser führt ein breiter Fahrweg talaufwärts und bergab, der im Talgrund bei einigen Wirtschaftsgebäuden in den Hauptweg mündet, dem man nach links zur Tourengeher-Brücke folgt, wo man nach rechts zum Ausgangspunkt zurückkehrt.
Sí
Sí
Sí
Wanderausrüstung.
In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.
An sich weist diese Tour keine besonderen Sicherheitsrisiken auf, die Verwendung eines GPS-Gerätes samt Track ist allerdings sehr empfehlenswert.
A9 bis Ausfahrt Rottenmann, über Strechau nach Oppenberg, dort vorbei am (ehemaligen) Kirchenwirt in Richtung Gulling und im Graben ganz nach hinten bis zum großen Parkplatz vor dem Fahrverbot.
Großen Parkplatz (mit WC) vor dem Fahrverbot in der Gulling.
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