Redender Stein über Widderkar und Steinerne Stiege
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Im Vergleich zur Karstwildnis des östlichen Toten Gebirges bilden die sanften Wiesenkare und ausgedehnten Viehweiden im Westen einen erstaunlichen Kontrast. Brunnwiesenalm, Weitkar, Breitwiesenalm und...
Im Vergleich zur Karstwildnis des östlichen Toten Gebirges bilden die sanften Wiesenkare und ausgedehnten Viehweiden im Westen einen erstaunlichen Kontrast. Brunnwiesenalm, Weitkar, Breitwiesenalm und Langer Gang bilden eine Kette von Grünflächen, die im Sommer noch heute von den Bauern genutzt werden.
Der Zustieg ins Widderkar von der Zimitzalm ist geprägt durch die senkrechten Felswände von Reichenstein und Siniweler. Der Ausstieg aus dem Kar nach Westen heißt „Steinerne Stiege“ und wird diesem Namen auch in jeder Hinsicht gerecht. Dahinter folgt das Labyrinth der Himmelkare, das nur dank zahlreicher Steinmänner problemlos durchquert werden kann.
Oberhalb der Breitwiesleiten ist etwas Wegfindungssinn erforderlich, bevor man in den markierten Gipfelaufstieg des Redenden Steins einbiegt.
Dass es am Rückweg im Albert-Appel-Haus sogar Bier vom Fass gibt, soll hier auch nicht unerwähnt bleiben.
Wegbeschreibung:
Von einem der Parkplätze in Gaiswinkl aus folgt man der Straße nach Osten, bis knapp vor einer Linkskurve am Ortsrand ein Fahrweg bergauf abzweigt, wo man schon bald auf eine Hinweistafel „Wanderweg nach Gößl“ trifft. Ihr folgt man nach rechts bis zum Zimitzbach und von dort den Hinweistafeln „Zimitzalm“.
Bei der Zimitzalm hält man sich ganz links und nimmt am oberen Ende der Wiese einen unmarkierten Steig auf, der in den Wald führt und weiter oben einen Forstweg erreicht. Diesem Fahrweg folgt man über eine Linkskehre und eine nachfolgende Rechtskurve hinweg, bis bei der nächsten Rechtsbiegung ein Fußpfad links und bergauf abzweigt (Steinmann). Schräg nach links geht es über eine Böschung hinauf, dann in Kehren auf einem geröldurchsetzten Schutthang zum Wandfuß hoch und an diesem entlang nach rechts oben bis zu einem Übergang mit einem alten Steinwall. Dahinter durchquert man flach ein Felsenkar, über dem die mächtige Wand des Siniwelers thront. Links öffnet sich der Salzgraben, während der Pfad nach rechts aus dem Kar hinausführt. Zunächst geht es hinauf zu einer kleinen Grasebene, dahinter leicht ansteigend durch lichte Vegetation zwischen Felsen hindurch zu einer Rinne, wo der Weg kurz nach links knickt, um dann oberhalb der Latschen dieser Rinne taleinwärts zu folgen. Danach führt eine lange Schräge über ein grasiges Schuttfeld hoch bis zum nächsten Übergang mit einem felsigen Durchstieg, dem Widderkartörl, das nach ca.3 h Gehzeit erreicht ist.
Hinter einem Ansitz schwenkt der Pfad nach rechts und führt ins karstige Widderkar hinunter, um das Kar an seiner linken Seite zu durchqueren. Im Gras wandert man vorbei am Beginn der „Langen Wand“ linkerhand und bis zu einem flachen Wiesenstück, wo sich die Pfadspuren gabeln. Hier geht man geradeaus weiter, erreicht links von einem Geröllfeld wieder die Lange Wand (Steinmänner) und steigt auf einen flachen Sattel hoch (GPS und Track verwenden, nicht nach rechts biegen!). Bald führt eine schwache Pfadspur direkt an der Langen Wand entlang und nach links aus dem Widderkar hinaus. Über einen grasbewachsenen Steilhang geht es in angedeuteten Kehren hoch und oben wieder ganz nah zum Wandfuß hin. Diesem folgt man anschließend bergauf, wobei der Untergrund zunehmend karstig wird, womit man die „Steinerne Stiege“ erreicht hat, über die man bald in Stufen hochsteigt. Dahinter wird das Gelände flacher und Steinmänner leiten zu einem Übergang in eine grasigen Karstrinne, die eben nach Westen führt. Hinter einem kleinen Wiesensattel geht es leicht bergab in eine weitere Rinne und man folgt den zahlreichen Steinmännern durch eine von Latschen gesäumte Karstlandschaft zu den sogenannten „Himmelkaren“, wobei man zuvor noch zwei Mal auf einen scharfen Linksknick achtgeben muss, hinter dem der Pfad jeweils wieder nach rechts biegt (Steinmänner; ggf. GPS+Track verwenden!). Eine Wiesenmulde wird am rechten Rand durchquert, um anschließend einer karstigen Rinne flach bergauf zu einem felsigen Übergang zu folgen, wo es zwischen einzelnen alten Kiefern zunächst nach links geht, um danach einen Rechtsbogen zu vollziehen, der in eine Gasse entlang von Felswänden bergab führt in den sogenannten „Langen Gang“, der nach unten in die Weidelandschaft der Breitwiesenalm übergeht. In einem weiten Bogen biegt man dort flach nach links und erreicht den Beginn eines Sumpfgebietes, das man an seinem rechten Rand leicht ansteigend in den Hang hinein und weglos über die Wiese passiert. Am unteren Rand einer Latschenzone trifft man auf eine schwache Steigspur, die in eine Gasse zwischen diesen Latschen führt (Steinmänner) und dann schräg weiter bergauf verläuft und dabei undeutlich wird (GPS und Track verwenden!). Am oberen Rand einer Wiese ist deutlicher Ausschnitt in den Latschen zu sehen und Steinmänner weisen den Weg. Bald folgt der Pfad einer karstigen Rinne zwischen Latschen bergauf und erreicht dahinter offenes Gelände und einen Übergang, hinter dem man am linken Rand einer zerklüfteten Karstfläche am Rand der Latschen weitersteigt und den Steinmännern zu einem Latschendurchstieg folgt. Danach geht es rechts an einer großen Doline weiter, dann wellig durch eine Latschengasse und hinaus auf einen Rücken mit schöner Aussicht. Hier trifft man auf einen markierten Pfad, der nach rechts hinauf auf den Gipfel des Redenden Steins führt. Über schrofige Felsen und zwischen Latschen hindurch ist das Gipfelkreuz dann bald erreicht (Gesamtaufstiegszeit 5:30 h).
Für den Rückweg folgt man den Markierungen zum Appel-Haus, wo ein markierter Wanderweg in Richtung Grundlsee beginnt, der vorbei an Abzweigungen zum Loser, auf den Tressensattel und zum Backenstein führt und dann zum Almbergweg wird, auf dem es in Kehren bergab bis zum Beginn eines Fahrweges tiefer geht. Der Forststraße folgt man einige kleine Kurven weit bergab, bis hinter einer markanten Rechtskurve links ein großer Steinhaufen auf einen unmarkierten Steig hinweist, der in den Wald hinunterführt. Schräg durch den Wald geht es auf diesem Pfad bergab, über eine Traktorspur hinweg und auf der anderen Seite bei einem Steinmann weiter bergab und in dichtem Gebüsch nach links unten. Der Pfad quert eine Forststraße und führt in einer Schneise entlang eines Bächleins weiter bergab, später auf die linke Seite des Wasserlaufes und diesem entlang talwärts, dabei über einen weiteren Forstweg hinweg und im Wald etwas nach links weiter bergab, nun entlang von Markierungen. Man quert neuerlich eine Forststraße und trifft knapp darunter auf den hier unbeschilderten Seerundweg, dem man nach links nach Gaiswinkl und damit zurück zum Ausgangspunkt folgt.
Appel-Haus
Sí
Sí
Wanderausrüstung.
In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.
Diese Tour weist keine besonderen Sicherheitsrisiken auf, sie ist allerdings über weite Strecken unmarkiert: GPS-Gerät samt Track werden dringend empfohlen.
A9 bis zur Abfahrt Liezen, B320 (Ennstal-Bundesstraße) bis Stainach-Irdning, dann über die B145 bis Bad Aussee und weiter über Grundlsee-Ort bis Gaiswinkl.
Von Norden kommend auf der die B145 über Bad Ischl und Bad Goisern nach Bad Aussee und weiter über Grundlsee bis Gaiswinkl.
Busverbindung von Bad Aussee über Grundlsee-Ort bis nach Gaiswinkl
Öffentliche Parkplätze neben der Seeuferstraße in Gaiswinkl (gebührenpflichtig!)
Man kann diese Tour auch auf zwei Tage aufteilen, indem man im Appel-Haus übernachtet.
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