Von Krölpa ins Teichgebiet der Wolche
Krölpa wurde 1278 erstmalig erwähnt. Der Name geht auf das sorbische Krolupi = Rindenschäler zurück. Der Ort liegt in 412 m Höhe ü.NN im Landkreis Greiz und ist zu Muntscha eingemeindet. Er liegt an der...
Krölpa wurde 1278 erstmalig erwähnt. Der Name geht auf das sorbische Krolupi = Rindenschäler zurück. Der Ort liegt in 412 m Höhe ü.NN im Landkreis Greiz und ist zu Muntscha eingemeindet. Er liegt an der Straße Gera - Schleiz am nördlichen Rand des Thüringer Schiefergebirges mit fruchtbaren Böden.
►►► Gleich am Ortseingang biegen wir links ein und parken an einem Wegedreieck. Wir wandern in nördliche Richtung, durchschreiten einen Waldstreifen mit dem Flüsschen Auma und ein Feld. Dann laufen zunächst am Waldrand entlang, gehen dann im Wald sanft ansteigend weiter.
►►► Der Weg führte eben an einer kleinen beiderseitigen Wiese vorüber. Nach etwa 600 m halten wir uns links und kommen zum Wolcheteich. Er ist Namensgeber für ein reizvolles 9,5 qkm großes Teichgebiet. Dieses soll im Mittelalter von Mönchen zur Deckung des Fischbedarfes angelegt worden sein. Es ist ein kleines „Plothener Teichgebiet". Ab 1980 wurden etwa 250 kleine Teiche zu größeren Gewässern vereint. Eine Anzahl recht großer Teiche ist eingebettet in dunkle Fichtenwälder, die schön aufgelockert sind mit Lärchen, Buchen, Kiefern und größeren Beständen von Birken. Die Natur ist sehr wildreich und besitzt eine artenreiche Vogelwelt. Immer mehr Erholungssuchende kommen hier her, um zu wandern, Pilze zu sammeln oder ein kleines Picknick zu machen.
►►► Wie eine Sage erzählt, lag unweit von Wüstenwetzdorf vor dem Dreißigjährigen Krieg ein Gut, welches Wolche hieß. Der harte und gegenüber Notleitenden unbarmherzige Verwalter wurde von einem Weib, das für sein Kind etwas zu essen bat, aber grob abgewiesen wurde, verflucht. Als Gespenst, den Kopf unter dem Arm tragend, musste er zur Strafe umherirren.
►►► Wir passieren einen weiteren Teich, gehen ein kurzes Stück am Waldrand entlang und kommen auf freie Flur. Über die Felder haben wir eine herrliche Sicht nach Westen. Wir kommen zu einem großen Teich und stoßen bei einer Scheune auf eine Landstraße. Hier wenden wir uns nach links. Bald nähern wir uns der Siedlung Waldhäuser.
►►► Im flachen Tal der Auma wandern wir vorüber an einem großen Teich mit Insel und gelangen über den kleinen Ort Sorna (1378 Sorno) zum Ausgangspunkt zurück.
Dieter Kögler, Wanderungen der Volkssolidarität Oberland e.V.
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Krölpa
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